Werte Galeriebesucher, liebe Freunde,
zur Eröffnung unserer nächsten Ausstellung am 27. Februar 2010 laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein

KERSTIN WÜSTENHÖFER-LOGES

"Vergessen"                                                                                            
 


Ausstellung
 

27. Februar bis 27. April 2010

Vernissage:

Samstag, 27. Februar 2010
20:00 Uhr


mit musikalischer Begleitung von

Swing Futur

(Dino Dornis und David Beecroft)



Bild: "Rauchend", 2009, Mischtechnik auf Leinwand, 30 x 30 cm

Öffnungszeiten: Mo-Do: 13 - 21:00, Fr: 13 - 22:00, Sa 11 - 22:00 Uhr

Zur Arbeit von Kerstin Wüstenhöfer-Loges

Zentrum der Arbeit von Kerstin Wüstenhöfer-Loges ist die Auseinandersetzung mit dem Menschen, dem Menschsein, sich verwandeln und vorsichtig in Beziehung setzen, auch wenn sich der Mensch, die Kreatur zwischen Schriftstücken, Malerei, Graphik oder Fotografie verbirgt, gleich ob das menschliche Portrait, Spiegelungen, Körperteile, Fensterbilder, Atelierszenen oder auch Schlachthof- oder Müllplatzszenen das einzelne Bild dominieren. Schrift, Schriftstücke oder Fotografien werden zu Gedankenfetzen. Hinzu kommt die Intuition, das Körpergefühl, das sich in Körperteilen oder auch der Begegnung zweier Menschen und ihrer Beziehung ausdrückt. Dabei werden Fragen aufgeworfen: Wird die eine Person von der anderen gehalten, gestützt oder niedergedrückt? Symbolisiert das Tier den Instinkt, die Intuition.
Die Malerei bleibt gegenständlich, auch wenn abstrakte Farbflächen, Schrift, Graphik und Fotografie schichtenweise unter Malerei verborgen sind. Auch im Entstehungsprozess spiegelt sich Wiederaufbau. Bilder werden zerschnitten und neu zusammengesetzt, pastose Farbschichten in Mischtechnik zerkratzt und wiederholt übermalt.
Die Bilder sind in Mischtechnik unter Verwendung von Acryl- und Ölfarben sowie Kreiden entstanden. Fotografien werden in der Malerei vereinzelt als Fragmente in Bildern übermalt.

„Die Zerstörung hinterlässt zwar Spuren, aber die Künstlerin lässt sie nicht als Wunden zurück, sondern arbeitet sie ohne Bruch in das Bild mit ein“, schreibt die Kunsthistorikerin Frau Dr. Beate Nagel, Universität Braunschweig und deutet dies als „Akt der Befreiung“.

Frau Dr. Nagel interpretiert einige großformatige Arbeiten: “Ein Feuerwerk aus Gold wirkt trotz der zerstörten Farbflächen edel: „rien ne va plus“ ist zu lesen, nichts geht mehr, „alles ist vorübergehend“. Hier geht es um Metamorphosen, um die Verwandlung zum Vogel, zum Raubtier, das sich mit Klauen und Schnabel wehren kann, aber sich dennoch das Zarte bewahrt.

Und der Feuervogel? Symbolisiert er den Phönix, der aus der Asche entsteht wie die Bilder von Kerstin Wüstenhöfer-Loges, die zerstört und wieder aufgebaut werden?“

Rangsdorf, 01.02.2010

Galerie Orange
Wühlischstr. 37
10245 Berlin
www.GalerieOrange.net